Als Hinweisgeber stehen Sie unter einem besonderen Schutz

Behörden ist jede Form von Repressalien gegen einen Hinweisgeber, einschließlich der Androhung von Repressalien und des Versuchs von Repressalien, untersagt.
1. Suspendierung, Kündigung oder vergleichbare Maßnahmen;
2. Herabstufung oder Versagung einer Beförderung;
3. Aufgabenverlagerung, Änderung des Arbeitsortes, Gehaltsminderung, Änderung der Arbeitszeit;
4 .Versagung der Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen;
5. negative Leistungsbeurteilung oder Ausstellung eines schlechten Arbeitszeugnisses;
6. Disziplinarmaßnahme, Rüge oder sonstige Sanktion, einschließlich finanzieller Sanktionen;
7. Nötigung, Einschüchterung, Mobbing oder Ausgrenzung;
8. Diskriminierung, benachteiligende oder ungleiche Behandlung;
9. Nichtumwandlung eines befristeten Arbeitsvertrags in einen unbefristeten Arbeitsvertrag in Fällen, in denen der Arbeitnehmer zu Recht erwarten durfte, einen unbefristeten Arbeitsvertrag angeboten zu bekommen;
10. Nichtverlängerung oder vorzeitige Beendigung eines befristeten Arbeitsvertrags;
11. Schädigung und Rufschädigung, insbesondere in den sozialen Medien, oder Herbeiführung finanzieller Verluste, einschließlich Auftrags- oder Einnahmeverluste;
12. Erfassung des Hinweisgebers auf einer "schwarzen Liste" auf Basis einer informellen oder formellen sektor- oder branchenspezifischen Vereinbarung mit der Folge, dass der Hinweisgeber sektor- oder branchenweit keine Beschäftigung mehr findet;
13. vorzeitige Kündigung oder Aufhebung eines Vertrags über Waren oder Dienstleistungen;
14. Entzug einer Lizenz oder einer Genehmigung;
15. psychiatrische oder ärztliche Überweisungen.

Wie können Sie Ihren Hinweis vertraulich an die Ombudsfrau schicken?

- per Email: (nutzen Sie am besten eine private Email-Adresse)
- per Brief: Ombudsfrau, Platz des Parlaments 1, 4700 Eupen,
- per Telefon: 0800 98759 (Telefongespräche werden nicht aufgezeichnet)
- per Internet:
- persönlich nach Terminabsprache

Wie bearbeitet die Ombudsfrau Ihren Hinweis?

die geltenden Verfahrensvorschriften für die Meldung von Verstößen an den Ombudsdienst oder an Organe, Einrichtungen oder sonstige Stellen der Europäischen Union, insbesondere die Art und Weise, in der der Ombudsdienst den Hinweisgeber auffordern kann, die gemeldeten Informationen zu präzisieren oder zusätzliche Informationen zu liefern, der Zeitrahmen für die Rückmeldung sowie Art und Inhalt dieser Rückmeldung;

Ihr Hinweis wird vertraulich behandelt!

Es gelten die Vertraulichkeitsregelung für Meldungen und insbesondere die für Informationen über die Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung;

Welche Folgen kann Ihr Hinweis haben?

die Art der zu eingehenden Meldungen zu ergreifenden Folgemaßnahmen;

Wollen Sie zuerst eine Beratung, wie Ihr Hinweis vertraulich behandelt werden kann?

die verfügbaren Abhilfemöglichkeiten und Verfahren für den Schutz vor Repressalien sowie die Verfügbarkeit einer vertraulichen Beratung von Personen, die in Erwägung 
ziehen, eine Meldung einzureichen;

Können Sie wegen Ihres Hinweises haftbar gemacht werden?

eine Erläuterung, aus der eindeutig hervorgeht, unter welchen Umständen Personen, 
die eine Meldung an den Ombudsdienst richten, gemäß Artikel 33 Nummer 1 nicht wegen Verletzung der Geheimhaltungspflicht haftbar gemacht werden können.